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Kundgebung: Weg mit der (Bildungs)Krise!

Am 9. Juni trifft sich die “Global Bank Community“ im Rahmen des “Institute of International Finance-Membership-Meetings“ mit den G 20 – den Finanzminister_innen der 20 reichsten Staaten der Welt – in der Wiener Hofburg. Ziel dieses Treffens ist das scheiternde  Finanz- und Wirtschaftssystem letztlich auf unsere Kosten zu retten.

Um den totalen Zusammenbruch aller kapitalistischen Strukturen zu verzögern und damit den Schein einer funktionierenden Weltwirtschaft zu wahren, stopfen die Regierungen erneut Unsummen von Staatsgeldern in kaputte Finanzunternehmen, in marode Staatshaushalte und in den Euro.

Am Beispiel Griechenlands ist zu sehen wie die Umverteilung der Krise praktisch umgesetzt wird – die Kosten der Krise werden auf eine überwältigende Mehrheit von Menschen abgewälzt, die vom bestehenden System schon bisher nicht profitierten. Nach vorangegangenen Banken- und Euro-Rettungspaketen erfolgt nun eine beschleunigte Umverteilung der Schulden auf die Bevölkerung, während Finanzunternehmen und Banken wieder hohe Gewinne schreiben.

In Folge der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise steht in Österreich, im Herbst nach Wahlen in Wien und Steiermark, ebenfalls eine dramatische Kürzungswelle bei den öffentlichen Ausgaben für z.B. Bildung, Gesundheit und Pensionen bevor. Gleichzeitig sind auch in Österreich – wie beispielsweise schon in Griechenland, England, Spanien, Italien und Portugal – die Einführung und Erhöhung von Massensteuern zu erwarten.

Hunderttausende Menschen demonstrieren seit Monaten solidarisch auf den Straßen Bukarests, Lissabons, Athens, Madrids, etc. gegen die Sparmaßnahmen der kapitalistischen Regierungs-Regime. Während die Regierungen versuchen die Massenproteste teilweise brutal niederzuschlagen, ignorieren Mainstream-Medien diese.

Am 9. Juni werden zudem erneut hunderttausende Studierende, Schüler(innen) und Solidarische auf Deutschlands Straßen für die Ausfinanzierung des Bildungssystems streiken. http://www.bildungsstreik.net/
Wegen Erhöhungen der Studiengebühren und der flächendeckenden Einführung von Zugangsbeschränkungen protestieren weltweit immer mehr wütende Menschen.

Der antidemokratische Umbau der Hochschulen nach dem Vorbild der Struktur von Privatunternehmen kombiniert mit dem Rückzug der Staaten aus ihren budgetären Verantwortlichkeiten zerstören die Unabhängigkeit von Bildung und Forschung installieren eine  Abhängigkeit von oben genannten maroden Privatunternehmen.

Gegen die Privatisierung von Gewinnen bei gleichzeitiger Vergesellschaftung von Verlusten!
Für selbstbestimmtes Leben, Lernen und Arbeiten!

Treffpunkt: am 9. Juni  um 17 Uhr vor dem Parlament

danach Aftershow-Party

Ein Kommentar

  1. Die Unis und die Bildung war noch nie so schlecht wie heute, sie ist am Tiefpunkt angelangt. Noch schlecher darf es nicht werden. Unternehmen sollen mehr Steuern zahlen und dieses Geld soll für Bildung verwendet werden. Politiker sollen nicht aus dem Steuertopf nehmen, um sich selbst und ihre Erfolge darzustellen. Tunnelbauten sollen gestoppt werden, Verwaltungsreform muss her. Vermögensteuern sollen eingehoben werden, dann kann wieder mehr für Bildung und Universitäten ausgegeben werden.


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